Eva & Robert Knapp Loosdorf

2009  Jänner - Juni - Hausbau mit Dennert Massivhaus ICON TRE

Pelletsverbrauch
Nach etwas mehr als drei Monaten im Haus können wir nun erste Werte zum durchschnittlichen Pelletsverbrauch pro Tag geben. Vom 20. Dezember bis 31. März (102 Tage) haben wir 101 Säcke zu 15 kg verbraucht. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 1 Sack oder 15,1 kg. Dabei geholfen hat uns unsere Solaranlage welche an guten Sonnentagen oft 10 kg Pellets ersparte.  
Bei einem derzeitigen Pelletspreis von 3,29 EUR pro Sack sind das 325,65 EUR oder 3,32 EUR pro Tag für Heizung und Warmwasser.
Hochgerechnet auf eine volle Saison mit 150 zu heizenden Tagen ergibt das 479,- EUR für Heizung und Warmwasser pro Jahr.

Verbrauchsgewohnheiten:
Im Wohnbereich und Bad haben wir tagsüber 23°C eingestellt und nachts 22°C. Die Schlafräume haben so um die 21°C. Unser Warmwasserverbrauch ist vielleicht sogar überdurchschnittlich weil wir im Winter des öfteren ein Vollbad genießen.

Ich denke die Verbrauchswerte können in Zukunft noch geringer werden weil:
- wir noch keine Kellertür haben und daher derzeit zwischen Keller und EG alles offen ist
- wir auch noch zusätzlich die Spitzbodendecke dämmen werden (das Dach ist die gedämmte Außenhülle)

Fußbodenheizung
Die FBH (eigentlich ist es Betonkernaktivierung) war den ganzen Winter über auf eine Vorlauftemperatur von 28°C eingestellt. Bei der Temp. merkt man an den Füßen nichts von der Heizung. Man empfindet das als neutral bzw. nicht kalt. Nur nach langen Wintersparziergängen wenn man mit kalten Füßen heimkommt spürt man, dass der Boden schön warm ist.
Die niedrige Vorlauftemperatur ist auch ideal in Verbindung mit der Solaranlage, da in den Wintermonaten der solare Gewinn, und damit die Temp. des Pufferspeicher nicht so hoch ist.

März 2009
Am 25.3. wurde von Dennert das Stiegengeländer, welches kleine Lackschäden hatte ausgetauscht. Somit ist auch dieser kleine Schönheitsfehler behoben.

Aktuelle Fotos
Es hat sich speziell im Haus inneren viel getan. Wir tauschen gerne unsere Erfahrungen zum ICON Haus mit anderen aus, wollen aber keine Einblicke in unsere Privatsphäre geben weshalb es davon keine Fotos hier geben wird. Interessierte können sich nach Absprache vor Ort ein Bild machen. 

Was kostet so ein ICON Haus ?
Wir werden oft gefragt was das Haus gekostet hat bzw. welche sonstigen Kosten noch entstanden sind.
Die Preise für das Haus selbst und eventuelle Extras sind ja kein Geheimnis. Die gibts auf der deutschen bzw. österreichischen Dennert Seite zum runterladen.

Auf manchen Seiten liest man Kritik über Dennert, dass dies und jenes noch extra zu bezahlen wäre bzw. nicht im Lieferumfang war.
Das ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass manche Kunden die Liefer- und Leistungsbeschreibung nicht lesen. Bei jedem Autokauf informiert man sich ja auch ob diverse Funktionen und Extras im Lieferumfang enthalten sind. Bei solch einer großen Investition sollte man die LLB fast auswendig lernen. 
Je nach Ausbaustufe ist der Lieferumfang von Dennert absolut mit anderen Herstellern vergleichbar und daher unserer Meinung nach kein Kritikpunkt. 

Nachfolgend eine Auflistung von Positionen die man finanziell einplanen sollte (es wird von der Royal Ausstattung ausgegangen):
- Grundstück Kaufpreis, Steuern, Notar, Grundbucheintragung, ev. Schenkungsvertrag, Aufschließungskosten
- Planungskosten und Kosten für Einreichplan, Energieausweis, ev. Vermessungskosten
- Bauverhandlung
- Bauprovisorium für Strom und Wasser oder vom Nachbar organisieren
- Aushub der Baugrube (bei schwierigen Bodenverhältnissen ev. vorher Bodengutachten einholen)
- Abtransport und Lagerung oder Entsorgung des Aushubmaterials bei Platzmangel
- Fundamentplatte wenn Keller oder Streifenfundament
- Keller wenn gewünscht von Dennert oder andere Firma
- Regenwasserleitungen, Kanal, Lichtschächte
- Verfüllen der Baugrube
- Keller außen isolieren, Estrich im Keller
- Stromanschluß, Wasser- und Kanalanschluß, Telefon, Internet, Kabelfernsehen, Gas - je nach Bedarf
- Wohnraumlüftung
- Heizung z.B. Pelletsofen
- Trockenbau Zwischenwände im OG
- Elektroverkabelung OG und Keller
- Zählerkasten
- Zentralstaubsauger
- Malerarbeiten
- Fußböden (Parkett, Fließen etc.)
- Türen im Keller
- Lampen, Vorhänge
- Möbel
- Sockel außen verputzen
- Fundamente für Eingangsstiege, Terrasse und Garage
- Eingangsstiege
- Terrasse Bodengestaltung
- Garage
- Wasserenthärtungsanlage
- Gartenzaun, Einfahrt, Autoabstellplatz
- Gartengestaltung
- Alarmanlage
- Jede Menge Baumarktrechnungen für kleinere Dinge
- Finanzierung, Zwischenfinanzierung
- Ablebensversicherung, Haushalts- u. Feuerversicherung etc.

Tipp zur Hausversicherung
In der Regel schließt man in der Bauphase nur eine Rohbauversicherung ab. Dabei sollte man bedenken, dass das ICON Haus schon am ersten Tag der Montage mehr wert ist als mit der Rohbauversicherung gedeckt ist. Also schon am ersten Tag der Montage auf ausreichenden Versicherungsschutz achten. 

Solaranlage
Bevor jetzt richtig der Frühling anfängt habe ich den Betriebsstundenzähler der Solaranlage abgelesen.
Von 14.11.2008 bis 31.3.2009 war die Solarpumpe 338 Stunden in Betrieb. Das sind durchschnittlich 2,45 Stunden pro Tag. Das bezieht sich wie gesagt auf die heuer nicht sehr sonnige Wintersaison wo die Solaranlage als Heizungsunterstützung diente. Daran, dass sie im Sommer mehr als genug Warmwasser produzieren wird, zweifeln wir sowieso nicht. 
Eine Wärmemengenbilanzierung in kWh kann ich leider nicht abgeben weil die Anlage diese Daten nicht liefert. Aber alleine schon am Pelletsverbrauch merkt man das es einiges an solarem Ertrag war. 

Seit Anfang April gibts nun endlich den lange erwarteten Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Den Pelletsofen brauchen wir nun nicht mehr. Unsere Solaranlage hat jedoch etwas Probleme mit dem vielen Sonnenschein. Die Kollektortemperatur geht hoch bis auf 150°C und der Pufferspeicher wird nicht richtig warm weil die Durchflußmenge zu gering ist. Nach einem Anruf bei Dennert wurde nach meiner Beschreibung Luft im Solarsystem diagnostiziert. Trotz 470 km Anfahrt war schon 2 Tage später am 9. April ein Dennert Monteur vor Ort und hat die Anlage durchgespült und damit entlüftet. Jetzt funktioniert die Anlage wieder wunderbar. Der Pufferspeicher ist schon am frühen Nachmittag auf fast 90°C. In den doch noch ziemlich kalten Nächten im April reicht die gespeicherte Wärme locker für die Heizung und das Warmwasser.
Ich arbeite selbst in einem Betrieb wo Kundenservice vor Ort auf der Tagesordnung steht. Aus Erfahrung kann ich sagen: Probleme die behoben werden müssen gibts im Prinzip bei allen Firmen und bei allen Produkten. Ausschlaggebend ist allerdings, wie eine Firma damit umgeht und wie deren Kunden betreut werden. An der Firma Dennert könnten sich viele andere Firmen ein Beispiel nehmen - wirklich 1A Service.

April 2009 - Zu tun gibt`s immer was
Fast den ganzen April war ich damit beschäftigt im Keller die Bodenfliesen zu verlegen. Obwohl ich darin nicht sehr viel Übung hatte ist das Ergebnis ganz gut ausgefallen. Vorteilhaft war, dass der Estrich keine Unebenheiten aufwies.

Damit uns und unserem ICON-Haus nichts passiert kauften wir uns eine Alarmanlage inkl. Rauchmelder im EG und OG und einem Wasserstandsmelder im Keller. Zum Glück bekommt man in Niederösterreich ein Drittel des Kaufpreises von zertifizierter Sicherheitstechnik vom Land NÖ rückerstattet.

Mich wundert oft, wie viel Geld manche Leute in die Diebstahlsicherung ihres Autos investieren. Schon wenn ein Vogel auf die Haube sch*** heult die Sirene los. Aber zu Hause - Alarmanlage - fehlanzeige, nichtmal ein Rauchmelder aus dem Baumarkt um 9,90 EUR wird der Familie gegönnt.
In manchen Ländern sind Rauchmelder bereits zwingend vorgeschrieben. Die Geräte sind nicht teuer, können im Ernstfall aber Haus und Leben retten.

Den Wasserstandsmelder wollte ich hauptsächlich wegen den im Keller gelagerten Pellets. Wenn die absaufen quellen die auf das Vielfache ihres ursprünglichen Volumens auf und können schnell mal die Zwischenwand vom Pelletslagerraum rausdrücken.
Da wir im Keller keinen Abfluss haben würde bei einem Wasserrohrbruch der komplette Keller geflutet bis es bei den Kellerfenstern rausrinnt. Auch da kann man mit einer minimalen Investition große Schäden verhindern oder solche zumindest frühzeitig erkennen.

Mai 2009 - Der Bagger muss wieder ran
Anfang Mai beauftragten wir wieder unsere bewährte Baufirma Schnabl zur Ausführung der noch fehlenden Außenanlagen. Als erstes ging`s mit der Terrasse los, es folgten die Fundamente für die Fertiggarage, die Gartenzaunmauer und die Stiege bei der Eingangstür. Ein paar Kanalrohre mussten noch für die Garage und das Rigol bei der Einfahrt verlegt werden. Weiters wurden auf der Süd- und Westseite zwischen Außenmauer und Garten Rasenbegrenzungssteine gesetzt. Der Zwischenraum wird dann mit weißem Marmorkies aufgefüllt werden.
Abschließend wurde jede Menge Erde herangefahren um unseren Garten auf das endgültige Niveau zu bringen.     

Juni 2009 - Der Rasen wird gesät
Da im Garten jede Menge große Steine in der Erde liegen erschien uns der Einsatz einer Leih-Bodenfräse aus dem Baumarkt nicht sinnvoll. Deshalb ließen wir das vom Gärtner mit einer Umkehrfräse erledigen. Das Ding hält auch große Steine aus und vor allem kommen die ganz unten zu liegen und oben drauf die feine Erde. Gleich danach wurde dann der Rasen gesät, eingerecht und gewalzt.
Beim Rasen haben wir uns für Wolf Loretta entschieden. Der ist zwar nicht billig, dafür soll er aber einer der Besten sein. Jetzt war es an der Zeit mein schon vorbereitetes Bewässerungssystem zu testen. Unser Wasserdruck reicht aus um 7 Turbinenregner von Gardena gleichzeitig zu betreiben. Das sind fast Wasserspiele wie in Hellbrunn.
Die 3 Stunden gießen am Tag als der Rasen gesät wurde hätte ich mir sparen können weil am nächsten Tag dem 19.6. der große Regen begann. In ganz Österreich kam es zu Schäden durch Hochwasser. Bis zum 1.7. verging kein Tag am dem es nicht geregnet hat. Dadurch entstand im Garten ein kleiner See der immer dann wenn er fast ausgetrocknet war wieder von oben mit Nachschub versorgt worden ist. Dem Rasensamen dürfte das egal gewesen sein. Der wächst sogar unter Wasser. Der Vorteil war, dass wir uns viel Wasser für`s Rasengießen erspart haben.


Seite zuletzt geändert am: 11.01.2010